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Beitragsabrechnung

Stand: 1.1.2017


Die Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge ist grundsätzlich sowohl nach dem Lohnsummen- bzw. Selbstabrechnungsverfahren als auch nach dem Beitragsvorschreibeverfahren möglich.

Durch die 58. Novelle zum Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) wurde jedoch festgelegt, dass für die Beitragsabfuhr primär das Lohnsummenverfahren anzuwenden ist.

Betriebe mit zumindest 15 Dienstnehmern sind somit gesetzlich verpflichtet, die Beiträge nach dem Lohnsummenverfahren zu ermitteln. Die bisherige Wahlmöglichkeit, sich für das Beitragsvorschreibeverfahren zu entscheiden, besteht für derartige Betriebe nicht.

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Lohnsummenverfahren

Beim Lohnsummenverfahren werden sowohl die Dienstgeber- als auch die Dienstnehmerbeiträge vom Arbeitgeber selbst berechnet. Die Einzahlung der Beiträge erfolgt ohne separate Vorschreibung. Bei dieser Abrechnungsart ist lediglich die Vorlage einer monatlichen Beitragsnachweisung für alle im Betrieb Beschäftigten erforderlich. In dieser scheinen die einzelnen Namen der Versicherten nicht auf, sondern nur die nach Beitrags- sowie Verrechnungsgruppen aufgeschlüsselten Lohnsummen. Erst nach Ablauf eines Kalenderjahres ist ein Lohnzettel und Beitragsgrundlagennachweis (L 16) zu erstellen, der die individuellen Beitragsgrundlagen für jeden Versicherten beinhaltet.

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Meldung des Beitrages zur Betrieblichen Vorsorge im Lohnsummenverfahren

Die Höhe der Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge ist dem Krankenversicherungsträger auf der Beitragsnachweisung bis zum 15. des Folgemonats unter der Verrechnungsgruppe N98 (Summe der Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge) zu melden.

Die Meldung der Grundlagen für die Betriebliche Vorsorge und der entrichteten Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge pro beschäftigten Arbeitnehmer hat jährlich im Nachhinein im Rahmen der Lohnzettel- und Beitragsgrundlagenmeldung (L 16) zu erfolgen (bis zum 31.1. des Folgejahres für nicht elektronisch meldende Betriebe und bis Ende Februar des Folgejahres für elektronisch meldende Betriebe). Bei unterjähriger Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist ein Lohnzettel (L 16) bis zum Ende des Folgemonates zu liefern.

Meldung bei jährlicher Zahlung für geringfügig Beschäftigte

Bei einer jährlichen Zahlungsweise sind die zusätzlichen 2,50 % vom zu leistenden Beitrag zur Betrieblichen Vorsorge auf der Beitragsnachweisung für Dezember bzw. für den Beendigungsmonat (bei unterjähriger Beendigung) in der Verrechnungsgruppe N97 anzugeben. 

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Beitragsvorschreibeverfahren

Dieses Abrechnungsverfahren kommt nur mehr im Einzelfall zur Anwendung. 

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Meldung des Beitrages zur Betrieblichen Vorsorge im Beitragsvorschreibeverfahren

Das vorgesehene System der Zeiten- und Grundlagenmeldungen macht im Vorschreibeverfahren zusätzlich eine Meldung über die Summe der monatlichen Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge notwendig. Diese Meldung ist jeweils bis zum Siebenten des Folgemonates zu erstatten. Hat sich die Summe der monatlichen Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge gegenüber dem Vormonat verändert, muss eine Meldung erstattet werden. Sobald der letzte dem Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) unterliegende Dienstnehmer abgemeldet wird und keine Beiträge und Zuschläge zur Betrieblichen Vorsorge mehr zu melden sind, ist mit dem darauf folgenden Monatsersten eine "Null-Meldung" zu erstatten.

Die notwendigen ELDA-Datensätze stehen auf der ELDA-Homepage zur Verfügung. Für Betriebe, die von der verpflichtenden elektronischen Datenübermittlung ausgenommen sind, kann das Formblatt "Meldung zum BV-Beitrag durch Vorschreibebetriebe" bei den Krankenversicherungsträgern angefordert werden.

Die Meldung der Grundlagen für die Betriebliche Vorsorge und der entrichteten Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge pro beschäftigten Dienstnehmer hat jährlich im Nachhinein im Rahmen der Lohnzettel- und Beitragsgrundlagenmeldung (L 16) zu erfolgen (bis zum 31.1. des Folgejahres für nicht elektronisch meldende Betriebe und bis Ende Februar des Folgejahres für elektronisch meldende Betriebe). Bei unterjähriger Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist ein Lohnzettel bis zum Ende des Folgemonates zu liefern.

Meldung bei jährlicher Zahlung für geringfügig Beschäftigte
Bei einer jährlichen Zahlungsweise sind die zusätzlichen 2,50 % vom zu leistenden Beitrag zur Betrieblichen Vorsorge im Formular "Meldung zum BV-Beitrag durch Vorschreibebetriebe" für Dezember bzw. für den Beendigungsmonat (bei unterjähriger Beendigung) im dafür vorgesehenen Feld (Verrechnungsgruppe N97) anzugeben.