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Wiedereingliederungsteilzeit

Veröffentlichung: NÖDIS Nr. 12/1.10.2018


Die Wiedereingliederungsteilzeit erleichtert Dienstnehmern, die mindestens sechs Wochen krank waren, die Eingliederung in den Arbeitsprozess.

Bislang konnte die Wiedereingliederungsteilzeit nur im unmittelbaren Anschluss an den Krankenstand angetreten werden. Durch eine Gesetzesnovelle ist es nunmehr möglich, diese spätestens einen Monat nach dem Ende der mindestens sechswöchigen Arbeitsunfähigkeit anzutreten (siehe § 13a Abs. 1 Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz – AVRAG). 

Beispiel: Dienstantritt eines Dienstnehmers nach einem mindestens sechswöchigen Krankenstand am 8.10.2018. Die Wiedereingliederungsteilzeit muss spätestens am 8.11.2018 begonnen werden. 

Darüber hinaus erfolgten weitere Klarstellungen (z. B. hinsichtlich der Auszahlungsmodalitäten des Wiedereingliederungsgeldes). 

Die Novelle trat mit 1.7.2018 in Kraft (BGBl. I Nr. 54/2018). 

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Betriebliche Vorsorge

Bezieher von Wiedereingliederungsgeld haben keinen Anspruch auf Krankengeld. Für die Dauer einer Erkrankung während einer laufenden Wiedereingliederungsteilzeit gebührt anstelle des Krankengeldes somit weiterhin das Wiedereingliederungsgeld. 

Die Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge sind daher unverändert vom monatlichen Entgelt vor Herabsetzung der Normalarbeitszeit zu berechnen.

Autorin: Michaela Podgornik/NÖGKK