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Gesundheit ist ...

... ein Leben in Gleichgewicht.


Vor dem 20. Jahrhundert wurde Gesundheit noch als Gegenpol zur Krankheit verstanden. Heute wird Gesundheit als Prozess verstanden, in dem eine Balance von Risiko- und Schutzfaktoren hergestellt werden soll. Dementsprechend hat sich auch die Fragestellung in der Arbeitsmedizin verändert. Früher ging es ausschließlich um die Frage: „Was macht Menschen krank?“ Vom Standpunkt der Gesundheitsförderung geht es heute vielmehr darum, Antworten darauf zu finden, was Menschen gesund erhält.


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Wie wir umfassendes Wohlbefinden erlangen.

Unsere Gesundheit wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Aufgabe der Gesundheitsförderung ist es, die Gesundheit ganzheitlich zu betrachten, zu verstehen und zu fördern. Nun gibt es allerdings Einflüsse, die sich nicht ändern lassen, dazu zählen Merkmale wie Alter, Geschlecht und Erbanlagen. Zweifellos beeinflussen auch soziale Netzwerke wie Familie, Freunde oder Kolleginnen und Kollegen die Gesundheit: Gute Kontakte fördern im Allgemeinen das Wohlbefinden. Eine große Rolle spielen zweifellos auch Lebens- und Arbeitsbedingungen, z. B. wo man wohnt, ob man Schwerarbeit verrichten muss oder negativem Stress ausgesetzt ist. Nicht zu vergessen sind weitere bestimmende Faktoren wie Bildung, soziale Sicherheit, Versorgungssysteme, Infrastruktur, Medien und ökologische Umwelt.

In unserer persönlichen Verantwortung liegen insbesondere die verhaltensorientierten Entscheidungen, wie zum Beispiel der Lebensstil (Tabak- und Alkoholkonsum, Essverhalten und Bewegung). Das individuelle Gesundheitsverhalten hat also einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit. Aus diesem Grund beginnt die Diskussion über Gesundheit immer mit der Frage nach dem Umgang mit den eigenen Ressourcen. 

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Gesundheitsressourcen selbstbestimmt stärken.

Ausgangs- und Ansatzpunkte der Betrieblichen Gesundheitsförderung sind der Mensch, sein Verhalten und die Rahmenbedingungen seines Arbeitsalltags. In der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde Gesundheitsförderung als Prozess definiert, der allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre eigene Gesundheit ermöglichen soll, damit sie zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigt werden. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl Einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen, sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können.

Gesundheitsförderung umfasst alle Maßnahmen, die zur Stärkung dieser Gesundheitsressourcen führen sollen. Ziel ist es, die Kontrolle über die eigene Gesundheit zu erhöhen. Mit der Veränderung der Arbeits-, Umwelt- und Lebensbedingungen sowie des eigenen Lebensstils sollen Bedingungen für ein gesundes Leben geschaffen werden.


1 vgl. Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck, 1982