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BGF für Mittel- und Großbetriebe.



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Modell "BGF Standard"

Erfahrene Manager/innen wissen: Ein gut aufgesetzter Prozess ist die beste Basis für ein erfolgreiches Projekt. Mit der Bildung einer Steuerungsgruppe, die je nach Unternehmensgröße drei bis acht Personen umfasst, werden daher bereits in der Vorprojektphase wichtige Weichen für einen günstigen Projektverlauf gestellt. Die Steuerungsgruppe ist für die Planung, Koordinierung und Umsetzung des gesamten BGF-Prozesses verantwortlich, der sich grob in die folgenden vier Phasen gliedert:

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Phase 1: Diagnose

Die Diagnosephase oder Ist-Analyse dient dazu, die gesundheitliche Situation aller Beschäftigten im Betrieb zu erheben und die wesentlichen Einflussgrößen auf die Gesundheit festzustellen. Je genauer die Diagnose ist, umso besser ist die Ausgangssituation für die anschließende Planung und Umsetzung der Maßnahmen.

Häufig wird für diese Erhebung eine schriftliche Befragung mittels eines anonymen, standardisierten Fragebogens durchgeführt.


Weitere Diagnoseinstrumente können die Arbeitsplatzanalyse und die Krankenstandsauswertung sein. Beide können interessante Aufschlüsse über Handlungsfelder für sinnvolle BGF-Projekte liefern.


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Phase 2: Planung

Nach der Ist-Analyse sollte klar erkennbar sein, welche Schwerpunkte ein Unternehmen im Bereich Gesundheitsförderung setzen kann. Die Planungsphase dient zur Konkretisierung und Strukturierung der entsprechenden Maßnahmen.

Ein zentrales Diagnose- und Planungsinstrument der BGF ist der Gesundheitszirkel. So nennen wir innerbetriebliche Arbeitskreise, in denen sich Beschäftigte mit ihren Arbeitsbelastungen und Gesundheitsressourcen auseinandersetzen und gemeinsam neue Lösungen und Vorschläge entwickeln. Auch Mitarbeiterworkshops und Fokusgruppen eröffnen Mitarbeiter/innen die Möglichkeit sich aktiv einzubringen, und damit die Chance, ihr Wohlbefinden nachhaltig und positiv zu beeinflussen.

Nach Abschluss der Planungsphase wird der Maßnahmenplan noch einmal innerhalb der Steuerungsgruppe diskutiert. Danach wird entschieden, welche Inhalte konkret umgesetzt werden.

Copyright: Ortner GmbH

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Phase 3: Umsetzung

Abhängig von personellen und finanziellen Ressourcen gilt es nun, die beschlossenen Vorhaben in einem definierten Zeitrahmen zu verwirklichen. Diese Maßnahmen können von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sein: von Führungskräfteschulungen bis zu erwünschten baulichen Veränder-ungen. Wichtig ist dabei eine gute Mischung von verhaltens- und verhältnisbezogenen Maßnahmen.

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Phase 4: Evaluierung und Nachhaltigkeit

Sind alle Pläne umgesetzt und Teil des Arbeitsalltags geworden, wird es Zeit für eine Erfolgsbewertung mithilfe der gleichen Werkzeuge, die bereits in der Diagnose-Phase angewandt wurden. Damit sollen die Veränderungen, die durch das Projekt erreicht werden konnten, konkret messbar gemacht werden, um so letztlich auch eine Antwort auf die entscheidende Frage zu finden: Wollen wir BGF langfristig in unserem Betrieb verankern?