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Zuschuss zur Kinderbetreuung durch den Dienstgeber


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 4/März 2016

Beitragsfrei sind seit 1.1.2016 freiwillige Zuschüsse des Dienstgebers für die Betreuung von Kindern bis höchstens € 1.000,00 pro Kind und Kalenderjahr, die allen Dienstnehmern oder bestimmten Gruppen von Dienstnehmern gewährt werden. Allerdings müssen für die Beitragsfreiheit noch zusätzliche Voraussetzungen vorliegen.

Voraussetzungen

  • Dem Dienstnehmer selbst steht der Kinderabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr zu.
  • Das Kind hat zu Beginn des Kalenderjahres das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet.

    Die Betreuung erfolgt entweder:
  • in einer öffentlichen institutionellen Kinderbetreuungseinrichtung oder in einer privaten institutionellen Kinderbetreuungseinrichtung, die den landesgesetzlichen Vorschriften entspricht, bzw.
  • durch eine pädagogisch qualifizierte Person (ausgenommen haushaltszugehörige Angehörige). In Anlehnung an die Lohnsteuerrichtlinien 2002 (Randzahl 884i) ist dabei eine Aus- und Weiterbildung im Mindestausmaß von acht bzw. 16 Stunden ausreichend, um als pädagogisch qualifiziert zu gelten.

  • Der Zuschuss wird jeweils direkt an die Betreuungsperson bzw. die Kinderbetreuungseinrichtung oder in Form von Gutscheinen geleistet, die nur bei institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen eingelöst werden können.
  • Der Dienstnehmer erklärt dem Dienstgeber unter Anführung der Versicherungsnummer oder der Kennnummer der Europäischen Krankenversicherungskarte des Kindes (Formular L 35), dass die Voraussetzungen für einen Zuschuss vorliegen und er selbst von keinem anderen Dienstgeber einen Zuschuss für dieses Kind erhält. Der Dienstgeber hat diese Erklärung zum Lohnkonto zu nehmen.
  • Änderungen der Verhältnisse muss der Dienstnehmer dem Dienstgeber innerhalb eines Monates melden. Ab dem Zeitpunkt dieser Meldung hat der Dienstgeber die geänderten Verhältnisse zu berücksichtigen. 

Autor: Wolfgang Mitterstöger/NÖGKK