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Prüfer - Ein Blick hinter die Kulissen


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 13/Oktober 2015 

Wie wird man Sozialversicherungsprüfer? Welche Aufgaben hat man bei dieser Tätigkeit? Und wo liegen die Herausforderungen? Ein kurzer Blick hinter die Kulissen eines nicht ganz alltäglichen Berufes.

Interesse an Neuem, an Abwechslung und Menschen: Der Arbeitstag eines Prüfers hat wenig mit Routine zu tun. Weil es nicht nur um Zahlen geht, sondern um die Vielfalt des Wirtschaftslebens. Mit all seinen Facetten, Widersprüchen und manchmal auch Überraschungen.

Daher sind es neben den fachlichen Qualifikationen besonders die persönlichen Eigenschaften, die einen guten Prüfer ausmachen. Zum Beispiel: Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu klären, und das Können, auch in schwierigen Situationen eine Lösung zu finden.

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Prüfung und Beratung

Natürlich ist die Kontrolle der Lohn- und Personalverrechnung eine der Hauptaufgaben eines Prüfers. Doch immer wichtiger werden – nicht zuletzt auf Wunsch der Betriebe und Unternehmen – die Bereiche Beratung und Information. Der Grund: Durch professionelle und intensive Beratung können Fehlerquellen rechtzeitig erkannt und vermieden werden.

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Worum geht’s?

Ein Prüfer kümmert sich vor allem darum, dass

  • die Beschäftigten korrekt zur Sozialversicherung angemeldet werden,
  • die Löhne und Gehälter in der richtigen Höhe abgerechnet und bezahlt werden,
  • die Beiträge zur Sozialversicherung sowie die Lohn- und Kommunalsteuer im richtigen Ausmaß entrichtet werden und um vieles andere mehr.
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Im Interesse aller

Die Prüfer üben ihre Tätigkeit sowohl im Interesse der Versicherten als auch der Dienstgeber aus. Dienstnehmer können sich dadurch sicher sein, dass sie die ihnen zustehenden Leistungen erhalten (Krankengeld, Wochengeld, Arbeitslosengeld, Pension etc.). Dienstgeber wiederum haben in den Prüfern für alle fachlichen Fragen kompetente Ansprechpartner. Zudem sorgen sie dafür, dass es zu keinen ungerechtfertigten Wettbewerbs- oder Konkurrenzvorteilen kommt.

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Wie wird man Prüfer?

Die Krankenversicherungsträger bieten Interessierten eine umfassende interne Ausbildung an. Während dieser lernen sie die verschiedensten Arbeitsbereiche kennen und erwerben auch das entsprechende Know-how. Die Palette reicht dabei von der Vermittlung rechtlicher Grundlagen bis zu spezifischem EDV-Wissen. Danach erfolgt ein "training on the job", bei dem in Begleitung eines erfahrenen Prüfers die ersten Praxisfälle bearbeitet werden.

Autor: Wolfgang Mitterstöger/NÖGKK