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Sachbezüge - Neuerungen bei der Bewertung ab 2016


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 12/September 2015 

Der Bundesminister für Finanzen wurde durch das Steuerreformgesetz 2015/2016 ermächtigt, bei der per Verordnung festzulegenden Höhe des Sachbezuges bei privater Nutzung des arbeitgebereigenen Kraftfahrzeuges (KFZ) auch ökologische Gesichtspunkte einfließen zu lassen. Durch Begünstigungen wird ab 1.1.2016 u. a. ein Anreiz hin zu alternativen Antrieben und einer dadurch bedingten Verminderung der Schadstoffemission geschaffen.

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Neue KFZ-Sachbezugswerte

Für die Privatnutzung des arbeitgebereigenen KFZ wird der anzusetzende Sachbezugswert per 1.1.2016 von 1,50 % auf 2,00 % der Anschaffungskosten (einschließlich Umsatzsteuer und Normverbrauchsabgabe), maximal € 960,00/Monat, angehoben. Beträgt die monatliche Fahrtstrecke nachweislich im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 500 Kilometer, ist der halbe Sachbezugswert anzusetzen.

Wird jedoch bei einem KFZ der CO2-Emissionswert von 130 Gramm pro Kilometer nicht überschritten, ist eine Reduktion des Sachbezuges auf 1,50 % der tatsächlichen Anschaffungskosten des Kraftfahrzeuges, maximal € 720,00/Monat, vorgesehen. Diese Regelung gilt für sämtliche überlassene KFZ, die im Jahr 2016 oder davor angeschafft werden bzw. worden sind. Wird der maximale CO2-Emissionswert von 130 Gramm pro Kilometer hingegen überschritten, sind 2,00 % anzusetzen.

Um die ökologischen Anreize noch weiter zu verstärken und die Nutzung von betrieblichen Elektrofahrzeugen zu fördern, kommt es zu einer gänzlichen Befreiung vom Sachbezug, sofern das KFZ einen CO2-Ausstoß von Null aufweist.

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Staffelung der CO2-Grenzwerte

Um die technische Entwicklung der KFZ-Antriebe und die dadurch sinkenden CO2-Emissionswerte zu berücksichtigen, wird der für den reduzierten 1,50%igen Sachbezugswert gültige CO2-Grenzwert um jährlich drei Gramm pro Kilometer wie folgt gesenkt:

AnschaffungsjahrMax. CO2-Emission
≤ 2016130 Gramm/km
2017127 Gramm/km
2018124 Gramm/km
2019121 Gramm/km
≥ 2020118 Gramm/km

Der im Jahr der Anschaffung des KFZ gültige maximale CO2-Emissionswert ist auch für die Folgejahre relevant. So kommt z. B. für ein im Jahr 2017 erworbenes KFZ mit einem CO2-Emissionswert von 127 Gramm pro Kilometer auch ab 2018 der begünstigte Steuersatz von 1,50 % zur Anwendung.

Der maßgebliche CO2-Emissionswert ergibt sich aus dem CO2-Emissionswert des kombinierten Verbrauches laut Typen- bzw. Einzelgenehmigung gemäß Kraftfahrgesetz 1967 oder der EG-Typengenehmigung. Liegt für ein KFZ kein CO2-Emissionswert vor, ist der Sachbezug in Höhe von 2,00 % anzusetzen.

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Einmaliger Kostenbeitrag

Das Wahlrecht der Verteilung des Kostenbeitrages des Dienstnehmers auf acht Jahre entfällt. Einmalige Kostenbeiträge werden sofort von den Anschaffungskosten des KFZ in Abzug gebracht.

Autor: Gerhard Trimmel/NÖGKK