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Dienstgeberabgabe und Urlaubsersatzleistung


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 11/August 2015

Ein Dienstgeber hat die Dienstgeberabgabe dann zu entrichten, wenn die Summe der monatlichen Beitragsgrundlagen (ohne Sonderzahlungen) seiner geringfügig Beschäftigten das Eineinhalbfache der Geringfügigkeitsgrenze (2015: € 608,97) übersteigt. Fallen beim Ende des Dienstverhältnisses Urlaubsersatzleistungen an, sind diese jeweils für den Zeitraum, für den sie gebühren, zu berücksichtigen.

Beispiel:
Ein Dienstgeber hat zwei geringfügig Beschäftigte, die im Juli 2015 einen Monatslohn von je € 350,00 erhalten. Die beiden Dienstnehmer scheiden per 31.7.2015 aus dem Unternehmen aus und erhalten Urlaubsersatzleistungen von je € 100,00, die zu einer Verlängerung der Pflichtversicherung bis in den August 2015 hinein führen. Im August sind keine weiteren geringfügig Beschäftigten für den Dienstgeber mehr tätig.

Für den Beitragszeitraum Juli 2015 fällt die Dienstgeberabgabe noch an, da die Gesamtsumme der Entgelte (€ 700,00) höher liegt als € 608,97. Für den August 2015 dagegen ist die Dienstgeberabgabe nicht zu entrichten, da die Summe der gebührenden Urlaubsersatzleistungen (€ 200,00) die € 608,97 nicht mehr übersteigt.

Nähere Informationen zur Dienstgeberabgabe sowie die aktuellen Werte finden Sie unter dem Link "Dienstgeberabgabe".

Autorin: Claudia Hannabach/NÖGKK