DRUCKEN

Sachbezug bei Privatnutzung des Firmen-KFZ


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 14/Oktober 2014 


"Stichwort ‚Privatnutzung des Firmen-KFZ‘: Wie ist der Sachbezug zu ermitteln, wenn die Anschaffungskosten des KFZ über € 40.000,00 liegen und der Dienstnehmer laufend einen monatlichen Kostenbeitrag an den Dienstgeber leistet?"


Der Sachbezugswert beträgt laut Sachbezugswerteverordnung 1,50 % der tatsächlichen Anschaffungskosten des KFZ (einschließlich Umsatzsteuer und Normverbrauchsabgabe). Maximal anzusetzen sind dabei € 720,00 pro Monat (bei einem Jahresdurchschnitt von nicht mehr als 500 monatlich gefahrenen Privatkilometern maximal € 360,00 pro Monat). 


Wie der monatliche Kostenbeitrag des Dienstnehmers bei einem KFZ zu berücksichtigen ist, dessen Anschaffungskos­ten über der Angemessenheitsgrenze (Luxustangente) von € 40.000,00 liegen, sehen Sie an diesem Beispiel: 


Der Anschaffungs-/Listenpreis eines Firmen-KFZ beträgt € 60.000,00, der Dienstnehmer leistet einen monatlichen Kostenbeitrag von € 90,00 und fährt mit diesem PKW durchschnittlich 600 Kilometer im privaten Interesse pro Monat. 


Berechnung des Sachbezugswertes:

Berechnungsgrundlage:                   € 60.000,00

davon 1,50 %:                                      €       900,00

minus monatlicher Kostenbeitrag:  €      - 90,00                                                                                                       ——————

                                                                €       810,00

Anzusetzender Sachbezugswert:     €       720,00 (= Höchstbetrag) 


Bei KFZ, deren Anschaffungspreis über € 40.000,00 liegt, ist also der Höchstbetrag (in unserem Beispiel € 720,00) erst am Ende des letzten Rechenschrittes zu berücksichtigen.  


Die Redaktion 


Autor: Wolfgang Mitterstöger/NÖGKK