DRUCKEN

Information zur Pendlerförderung


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 6/Mai 2013

Die Ausweitung der Pendlerförderung wurde mittels BGBI. I Nr. 53/2013 vom 20.3.2013 beschlossen. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen zwecks Entlastung der Pendler treten rückwirkend mit 1.1.2013 in Kraft.

up

Die Neuerungen im Überblick

Zukünftig können auch Teilzeitkräfte, die nur an einem oder an zwei Tagen pro Woche zu ihrer Arbeitsstätte fahren, die Pendlerpauschale anteilig in Anspruch nehmen. Zusätzlich wurde der Pendlereuro als steuerlicher Absetzbetrag eingeführt. Damit auch Dienstnehmer mit geringem Einkommen von der erweiterten Pendlerförderung profitieren können, ist der Pendlerzuschlag von € 141,00 auf € 290,00 angehoben worden. Pendlern, die einer Einkommensbesteuerung bis maximal € 290,00 unterliegen, steht künftig ein Pendlerausgleichsbetrag (Einschleifregelung) zu.

Neu ist weiters, dass ein Jobticket zur Förderung der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel nunmehr auch Dienstnehmern ohne Anspruch auf Pendlerpauschale steuerfrei zur Verfügung gestellt werden kann. Steuerfreiheit besteht auch dann, wenn der Arbeitgeber nur einen Teil der Kosten übernimmt. Die bisherigen Voraussetzungen (Dienstgeber erwirbt das auf den Namen des Dienstnehmers ausgestellte Jobticket beim Verkehrsunternehmen auf seine Rechnung) bleiben gleich. Wird das Jobticket anstatt des bisher gezahlten steuerpflichtigen Arbeitslohnes zur Verfügung gestellt, liegt eine nicht begünstigte steuerpflichtige Gehaltsumwandlung vor!

Jenen Dienstnehmern, die ihren Dienstwagen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzen, steht künftig kein Pendlerpauschale mehr zu. Diese Änderung tritt mit 1.5.2013 in Kraft.

Anlässlich der vorstehenden Änderungen wurde auch die Lohnkontenverordnung 2006 angepasst (BGBl. II Nr. 84/2013 vom 26.3.2013).

up

Exkurs

Erwirbt ein Dienstnehmer eine Monats- bzw. Jahreskarte für ein Massenbeförderungsmittel selbst und ersetzt ihm der Dienstgeber diese Kosten zum Teil oder zur Gänze, dann ist dieser Kostenersatz in der Sozialversicherung gemäß § 49 Abs. 3 Z 20 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) beitragsfrei. Achtung: Lohnsteuerpflicht besteht in diesem Fall jedoch, da das Jobticket nicht durch den Dienstgeber erworben wurde!

Detailinformationen zur sozialversicherungsrechtlichen Behandlung der Beförderung von Dienstnehmern zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (und umgekehrt) auf Kosten des Dienstgebers können Sie über den rechts angeführten Link abrufen.

up

Nähere Informationen

Nähere Informationen zur neuen Pendlerförderung sowie zur Lohnkontenverordnung sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) abrufbar. Für Rückfragen dazu steht das zuständige Finanzamt gerne zur Verfügung.

Autorin: Mag. (FH) Karina Sandhofer