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Unternehmensserviceportal (USP): Neues Service für Dienstgeber

Alle Amtswege mit einem Klick


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 6/Juni 2012

Logo_Unternehmensserviceportal_Quelle Unternehmensserviceportal



Unterschiedliche Melde- und Informationsverpflichtungen gegenüber der Verwaltung bedeuten für Unternehmen oft einen enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Ab sofort steht Unternehmen - und damit jedem Dienstgeber - EIN Portal für alle Behördenwege zum Bund und zur Abfrage unternehmensrelevanter Informationen zur Verfügung. Dienstgeber können so Zeit und Kosten sparen. Das jährliche Einsparungspotenzial des USP für österreichische Unternehmen liegt im Vollausbau bei bis zu 300 Millionen Euro. Das hilft nicht nur den Unternehmern, sondern stärkt auch den Wirtschaftsstandort und unterstreicht Österreichs Vorreiterrolle im E-Government. 

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Weitere Funktionen und Vorteile

Weiters sind im USP eine Formulardatenbank und eine Behördensuche verfügbar.

Zentraler Vorteil des USP aber ist die Single-Sign-on-Funktion. Single-Sign-on bedeutet einmal anmelden und alle Funktionen nutzen. Bestehende Verfahren wie FinanzOnline wurden nicht verändert, sondern sind in das USP integriert und mit einer Anmeldung erreichbar.

Eine weitere Verbesserung ist es, dass Unternehmer eine Übersicht erhalten werden, welche Mitarbeiter berechtigt sind, bestimmte Verfahren durchzuführen. Das Problem, dass in Unternehmen oft nicht bekannt ist, wer über welche Benutzer- und Zugangsdaten verfügt (wie dies etwa oft nach personellen Veränderungen der Fall ist), wird damit der Vergangenheit angehören.

Mit seinen zahlreichen, praktischen und einfach zu bedienenden Funktionen macht das USP das Leben der Dienstgeber leichter. Das USP passt sich den Bedürfnissen der Menschen und Betriebe in Österreich an - und nicht umgekehrt.

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Die Vorteile für Dienstgeber auf einen Blick

  • Informationen rund um die Uhr
  • Einmal anmelden und die wichtigsten E-Government-Anwendungen des Bundes nutzen
  • Höchste Sicherheit
  • Eine zentrale Eingabemöglichkeit
  • Umfassende, auf Dienstgeber zugeschnittene Informationen
  • Kostenersparnis durch Online-Verfahren bei Antragstellungen

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Aktuell verfügbar

Schritt für Schritt wurden die wichtigsten E-Government-Anwendungen des Bundes in das USP integriert. Dazu zählen unter anderem:

  • FinanzOnline (FON); die direkte Verbindung jedes Dienstgebers zum zuständigen Finanzamt
  • Elektronischer Datenaustausch mit der Sozialversicherung (ELDA); dieses Service ermöglicht es Dienstgebern, Meldungen online zu erfassen und zu versenden
  • E-Rechnung an den Bund (ER>B); Versendung von elektronischen Rechnungen und Rechnungsbestätigungen auf einen Klick
  • WEB-BE-Kunden-Portal der Sozialversicherung (WEBEKU); WEBEKU stellt seinen Kunden online eine aktuelle Sicht auf die Beitragskonten bei allen Gebietskrankenkassen zur Verfügung
  • SVA-Onlineservice für Versicherte; mit diesem Online-Service können SVA-Versicherte auf Beitragsvorschreibungen zugreifen
  • Elektronisches Datenmanagement des Lebensministeriums (EDM); damit wickeln Unternehmen und Behörden Melde- und Berichtspflichten sowie ausgewählte Verwaltungsverfahren im Umweltbereich ab
  • Portalanwendungen der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (eBUAK); hier können Schlechtwettereingaben, Urlaubsentgelteinreichungen, Zuschlagsmeldungen und das Abrufen von Kontoinformationen erfolgen


Weitere Anwendungen kommen laufend hinzu.

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Ausblick

In der nächsten Ausbaustufe sollen Unternehmen von durchgängigen elektronischen Prozessen, direkter Übermittlung von Daten aus ihrer Software und Vermeidung von Mehrfachmeldungen profitieren.

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Einfache Anmeldung

Damit Sie als Dienstgeber das USP mit all seinen Vorteilen nutzen und Transaktionen durchführen können, bedarf es einer erstmaligen Anmeldung

  • mit den FinanzOnline-Zugangsdaten (Teilnehmer-Identifikation, Benutzer-Identifikation und PIN). Nähere Informationen unter www.finanzonline.at;
  • via Handy-Signatur - Hierfür müssen Handynummer und Signatur-Passwort eingegeben werden. Per SMS erhält der Unternehmer einen TAN, der fünf Minuten gültig ist. All jene, die noch keine Handy-Signatur haben, können ihr Handy über FinanzOnline oder am Finanzamt freischalten lassen. Infos dazu unter www.handy-signatur.at;
  • mit der Bürgerkarte - Dienstgeber müssen hierfür lediglich ihre e-Card oder eine andere Chipkarte mit Bürgerkartenfunktion in das Lesegerät des Computers schieben und den Signatur-PIN eingeben. Infos zur Bürgerkarte und deren Beantragung unter www.buergerkarte.at;
  • am Finanzamt - Sind weder FinanzOnline-Zugangsdaten noch Bürgerkarte und Handysignatur vorhanden, können sich Unternehmer auf jedem Finanzamt für das USP erstmalig anmelden. Für das Finden eines Finanzamts steht die Ämtersuche dienststellen.bmf.gv.at zur Verfügung.


Mithilfe des unter www.usp.gv.at erreichbaren Online-Ratgebers können die wichtigsten Informationen zur Anmeldung einfach und schnell abgerufen werden. 

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Kontakt

Das USP ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung und wird im Auftrag der Bundesministerin für Finanzen (BMF) durch die Bundesrechenzentrum GmbH eingerichtet und betrieben.

Wenn Sie mehr über das USP erfahren möchten oder Feedback geben wollen, dann besuchen Sie uns unter www.usp.gv.at. Die USP-Hotline erreichen Sie von Montag bis Freitag - jeweils von 8 bis 17 Uhr - unter der Telefonnummer 0810 202 202.

Autor: Mag. Marco Rossegger (BMF)