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Neue Rahmenbedingungen für die Förderung von Ein-Personen-Unternehmen


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 14/November 2011

Seit 1.9.2009 werden Ein-Personen-Unternehmen (EPU) unter bestimmten Voraussetzungen vom Arbeitsmarktservice (AMS) finanziell unterstützt, wenn Sie erstmalig einen Arbeitnehmer einstellen. Die Beihilfe beträgt 25 % des Bruttomonatsbezuges des neu eingestellten Arbeitnehmers und wird maximal für zwölf Monate ausbezahlt.

Per 11.7.2011 wurde die Förderungsrichtlinie angepasst und der Kreis der förderungsberechtigten Arbeitgeber und der förderbaren Arbeitsverhältnissen erweitert. 

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Die wichtigsten Neuerungen

  • Die Altersbeschränkung entfällt (bisher wurde lediglich die Einstellung von unter 30jährigen Arbeitnehmern gefördert). Um Förderungen im familiären Nahebereich zu vermeiden, sind nunmehr auch Eltern, Stief-, Groß- und Adoptiveltern von der Förderung ausgeschlossen.
  • Ein fünfjähriger Beobachtungszeitraum wird eingeführt. Neben Arbeitgebern, die noch nie einen vollversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigt haben, können auch EPU, die in den letzten fünf Jahren keine förderungsberechtigten Arbeitnehmer beschäftigt haben, die Begünstigung in Anspruch nehmen.
  • Das förderbare Beschäftigungsverhältnis muss länger als zwei Monate dauern. Bisher wurden Arbeitsverhältnisse, die länger als ein Monat bestanden, gefördert. Umgekehrt bleiben nunmehr auch Beschäftigungsverhältnisse, die nur auf Grund ihrer zu kurzen Dauer (z. B. sechs Wochen) nicht förderbar sind, bei der Beurteilung, ob es sich um den "ersten Arbeitnehmer" handelt, außer Betracht.

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Unverändert gilt

  • Ein echtes Arbeitsverhältnis muss begründet werden.
  • Das Beschäftigungsausmaß muss mindestens 50 % der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Wochenstunden betragen.
  • Der Arbeitnehmer muss vor der Einstellung mindestens zwei Wochen arbeitslos gemeldet sein bzw. unmittelbar vor der Einstellung eine Ausbildung abgeschlossen haben und beim AMS als arbeitssuchend vorgemerkt sein.
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Infos und Antragstellung

Die Förderung wird von der jeweils zuständigen regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice abgewickelt. In der rechten Navigationsleiste finden Sie einen Link zum AMS, der Sie direkt zu den Förderdetails und zu den Kontaktdaten der regionalen Geschäftsstellen führt.