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ELDA-Qualitätsoffensive: Start der nächsten Phase


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 3/März 2011

Bisher wurden alle via ELDA (Elektronischer Datenaustausch mit den österreichischen Sozialversicherungsträgern) übermittelten Meldungen an den zuständigen Krankenversicherungsträger (KV-Träger) weitergeleitet. Die Ersteller wurden über mangelhafte Datensätze lediglich informiert. Seit 24.3.2011 werden erstmals bestimmte fehlerhafte Meldungen nicht verarbeitet, sondern zurückgewiesen.

Die laufende Steigerung der Datenqualität bringt sowohl für Meldungsübermittler (weniger nachträgliche Berichtigungen) und Krankenversicherungsträger (Senkung des administrativen Aufwandes) als auch für Versicherte (schnellerer Leistungsanspruch im e-card System) erhebliche Vorteile.

ELDA informierte Meldungsersteller bereits seit 2008 mittels Warnhinweis (Kennzeichen: "W") über fehlerhafte Meldungen. Im nächsten Schritt (Start: 24.3.2011) kommt es in bestimmten Fällen erstmals zu Nichtübernahmen (Kennzeichen "N"). Diese Meldungen

  • werden nicht an den KV-Träger weitergeleitet,
  • gelten als nicht erstattet und
  • müssen durch den Übermittler berichtigt und erneut gesendet werden.


Info

Meldungen sind mittels elektronischer Datenfernübertragung (DFÜ) in den vom Hauptverband festgelegten einheitlichen Datensätzen zu erstatten. Nur in konkreten Ausnahmefällen (z. B. bei unverschuldetem Ausfall der DFÜ-Einrichtung) sind bestimmte alternative Übermittlungen zulässig.
Quelle: u. a. § 41 ASVG

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Inhaltsprüfung

Jede gesendete Meldung wird geprüft und beim Vorliegen bestimmter Fehler zurückgewiesen. Einzig für die Mindestangaben-Anmeldung sind derzeit nur Warnungen vorgesehen. Von der Inhaltsprüfung sind alle Übermittlungsmethoden (ELDA-Software, ELDA-Online bzw. Lohnverrechnungsprogramm mit ELDA-Schnittstelle) erfasst.

Neben den klassischen Versichertenmeldungen (z. B. An-, Ab-, Änderungsmeldungen) unterliegen der Inhaltsprüfung auch

  • Beitragsnachweisungen,
  • Lohnzettel (L 16),
  • Meldungen der Adresse der Arbeitsstätte,
  • Arbeits- und Entgeltbestätigungen,
  • Meldungen zur Familienhospizkarenz,
  • Meldungen für Vorschreibebetriebe,
  • Schwerarbeitsmeldungen sowie
  • Anträge auf Zuschuss für Entgeltfortzahlung.


Den Prüfkatalog (PrüfkatalogDB ab 240311) samt Erläuterungen sowie die Datensatzbeschreibung und weiterführende Infos finden Sie unter dem Link "ELDA: Prüfkatalog" in der rechten Navigationsleiste.

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Was tun bei Nichtübernahmen?

Wir empfehlen Ihnen folgende Vorgehensweise:

  • Stellen Sie fest, welcher Status vorliegt ("Warnung" oder "Nichtübernahme").
  • Versuchen Sie, das Problem mit Hilfe des Fehlertextes zu lösen.
  • Ist dies nicht möglich, finden Sie Unterstützung und weiterführende Infos im Prüfkatalog.
  • Ist dies ebenfalls erfolglos, wenden Sie sich an unseren Ansprechpartner (bitte Protokollnummer bereithalten).
  • Nicht vergessen: Nicht übernommene Meldungen sind nach der Problembehebung erneut elektronisch zu senden! 

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So vermeiden Sie Warnungen und Nichtübernahmen

  • Achten Sie bei der Meldungsübermittlung auf Vollständigkeit.
  • Halten Sie Dienstgeber- und Dienstnehmer-Stammdaten aktuell. Häufige Fehlerquellen: Beitragskonto-, Steuer- bzw. Versicherungsnummern, Namensänderungen und Wohnortwechsel.
  • Nehmen Sie Warnungen ernst. Die Qualitätskriterien für ELDA-Meldungen werden schrittweise angehoben und aus den Warnungen von heute könnten in Zukunft Nichtübernahmen werden.
  • Nutzen Sie das neue Mitteilungsfile, das Sie nun zusätzlich zum ELDA-Protokoll erhalten. Es bietet Details zur Übermittlung und hilft Ihnen, bei großen fehlerhaften Datenpaketen den Überblick zu behalten. Weiters kann die Datei bei bestimmten Lohnverrechnungsprogrammen automatisiert weiterverarbeitet werden.


Autor: Daniel Korner