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Qualitätsoffensive bei ELDA-Meldungen

Warnhinweise werden ausgeweitet, zukünftig Nichtübernahme von mangelhaften Meldungen!


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 11/September 2010

Österreichweit senden derzeit mehr als 80.000 registrierte ELDA- Benutzer ca. 95 % der Dienstgebermeldungen (rund 30 Mio. pro Jahr) elektronisch mittels ELDA an die Krankenversicherungsträger. Dort werden sie automatisch verarbeitet.

Leider sind 3 % der Dienstgebermeldungen fehlerhaft und verursachen sowohl bei den Dienstgebern als auch den Krankenversicherungsträgern einen hohen Verwaltungsaufwand. Die durch händische Prüfung verzögerte Meldungsverarbeitung hat zudem auch für den Versicherten unliebsame Folgen. So kann beispielsweise ein an sich bestehender Krankenversicherungsanspruch im e-card-System nicht sofort korrekt ausgewiesen werden. Probleme beim Arztbesuch sind vorprogrammiert.

Um derartige und ähnliche Probleme zu vermeiden, haben die Krankenversicherungsträger Prüfkriterien entwickelt und in den ELDA-Datensatz implementiert. Im Falle einer mangelhaften Meldung wird der Dienstgeber durch einen entsprechenden Hinweis auf den Fehler aufmerksam gemacht.

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Praxisbeispiel

Am Sendeprotokoll ist unter der Anmerkung *W* der entsprechende Texthinweis ausgewiesen. So ist beispielsweise beim Hinweis *W* "Beitragskontonummer ungültig" durch den Übermittler zu prüfen, ob bei der Erfassung der Beitragskontonummer irrtümlich Sonderzeichen oder Leerzeichen verwendet wurden. Eventuell ist es erforderlich die Beitragskontonummer auf deren Richtigkeit hin zu überprüfen.

Durch die Einführung solcher Prüfkriterien sollen mangelhafte Meldungen, die eine zeitintensive händische Nachbearbeitung nach sich ziehen, reduziert werden.

Mit 1.9.2010 wurde dieser Prüfkatalog erweitert. Die Lohnsoftware-Hersteller wurden darüber zeitgerecht informiert, um die Lohnverrechnungssoftware entsprechend aktualisieren zu können.

Vorerst bleibt es dabei, dass im Falle von Fehlern lediglich Warnungen ausgesprochen werden. Die (fehlerhaften) Meldungen werden bis auf Weiteres dennoch an die Krankenversicherungsträger weitergeleitet und dort händisch verarbeitet. 

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Ausblick

In naher Zukunft werden einzelne Prüfungen aber auch zu einer "Nicht-Übernahme“ der mangelhaften Meldung durch das ELDA-System führen. Die notwendigen Korrekturen müssen somit künftig vom Meldungsübermittler vorgenommen werden.

Welche Prüfungen definitiv zu einer Abweisung durch das ELDA-System führen, wird derzeit ausgearbeitet. Wir werden diesbezüglich weiter informieren.

Autor: ELDA CC