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Ferialpraktikanten nur mehr unfallversichert


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 10/Oktober 2005

Bisher waren Ferialpraktikanten zur Sozialversicherung anzumelden. Diese Verpflichtung entfällt rückwirkend ab 1.9.2005.

Voraussetzung: Es handelt sich um ein "echtes", unentgeltliches Ferialpraktikum. Der Ferialpraktikant selbst ist während seiner Tätigkeit (ohne Beitragsleistung des Arbeitgebers) unfallversichert.

"Echte" Ferialpraktikanten sind Schüler und Studenten, die eine im Rahmen des Lehrplanes bzw. der Studienordnung vorgeschriebene oder übliche Tätigkeit verrichten. Es muss sich dabei nachweislich um Schüler oder Studenten einer bestimmten Fachrichtung handeln, die im Betrieb auch entsprechend dieser Fachrichtung eingesetzt werden. Ein Ferialpraktikum kann nicht nur während der Ferienzeit, sondern während des ganzen Jahres absolviert werden. Die Dauer richtet sich dabei nach den einschlägigen Ausbildungsvorschriften. Die Nachweise über die Ausbildungserfordernisse hat der Arbeitgeber aufzubewahren.

Wann muss eine Anmeldung jedenfalls erfolgen?

Werden Schüler/Studenten im Rahmen ihres Praktikums als Dienstnehmer (fremdbestimmte Arbeitsleistung steht im Vordergrund) beschäftigt oder unterliegen sie der Lohnsteuerpflicht, müssen sie bei der Gebietskrankenkasse als Arbeiter oder Angestellte angemeldet werden! Die Sonderregelung, dass "Ferialpraktikanten" im Hotel- und Gastgewerbe auf alle Fälle als Dienstnehmer zu betrachten sind, bleibt aufrecht. Eine Anmeldung ist auch in all jenen Fällen erforderlich, in denen der Kollektivvertrag Entgelt für Praktikanten vorsieht bzw. nach zivilrechtlichen Gesichtspunkten ein dahingehender Anspruch besteht.