DRUCKEN

Entsendung nach Belgien

"Limosa"-Meldeverpflichtung


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 9/September 2007 sowie NÖDIS, Nr. 5/Mai 2007

Die Tätigkeit ausländischer Arbeitnehmer, Selbstständiger und Praktikanten in Belgien ist seit 1.4.2007 den dortigen Behörden im Voraus bekannt zu geben ("Limosa”-Meldung).

Dies ist der erste Schritt in Richtung einer legalen Beschäftigung in Belgien unter Einhaltung europäischer Regeln, mit dem die belgische Regierung einen besseren Rahmen für die ordnungsgemäße und legale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte in Belgien schaffen möchte. Gleichzeitig soll dadurch die Auswirkung dieser Tätigkeiten auf die belgische Wirtschaft ersichtlich werden. Auszufertigen ist die Meldung vom Arbeitgeber oder jener Organisation, die einen Arbeitnehmer nach Belgien entsendet. Alle Selbstständigen, die nach Belgien kommen, um vor­übergehend oder teilweise zu arbeiten, haben diese Meldung selbst zu erstatten. Die Meldung durch einen Dritten ist ebenfalls möglich.

up

Wer ist zu melden?

  • Ausländische Arbeitnehmer, die vorübergehend oder teilweise in Belgien von einem nicht belgischen Arbeitgeber beschäftigt werden und grundsätzlich nicht der belgischen Sozialversicherungspflicht unterliegen.
  • Selbstständige, die - ungeachtet, ob sie der belgischen Sozialversicherungspflicht unterliegen - vorübergehend selbstständig eine Aktivität in Belgien aus­üben, sich aber hier nicht dauerhaft aufhalten.
  • Praktikanten, die - ungeachtet, ob sie der belgischen Sozialversicherungspflicht unterliegen - ihr Praktikum ganz oder teilweise im Rahmen eines ausländischen Studienprogramms oder einer ausländischen Berufsausbildung in Belgien absolvieren.


Für Arbeitnehmer und Selbstständige muss die Meldung vor Beginn der Beschäftigung bzw. für Praktikanten vor Beginn des Praktikums in Belgien erfolgen.

Nach der Meldung wird sofort eine Empfangsbescheinigung ausgestellt. Der belgische Auftraggeber ist verpflichtet, bevor die Arbeit begonnen wird, nach dieser Bescheinigung zu fragen. Die Missachtung der "Limosa“-Gesetzgebung kann zu Sanktionen führen.

Anderweitige Verpflichtungen bleiben von der "Limosa“-Gesetzgebung unberührt. Es ist daher weiter­hin eine Bescheinigung E 101 erforderlich.

Die "Limosa"-Meldung können Sie im Internet unter dem entsprechenden Link in der rechten Navigationsleiste durchführen.