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Altersteilzeit - Aufteilung von KU und WF


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 8/August 2006

Eine (kleine) Änderung im Bereich der Altersteilzeit hat ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes (VwGH) verursacht. Und zwar hinsichtlich der Aufteilung der Arbeiterkammer-Umlage (KU) und des Wohnbauförderungsbeitrages (WF) zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Die Kammerumlage wird ja bekanntlich von der Beitragsgrundlage vor Herabsetzung der Arbeitszeit berechnet. Dieser Betrag ist dann an den Krankenversicherungsträger (zwecks Weiterleitung an die Arbeiterkammer) zu überweisen.

Interessant war nun, dass dieser Betrag nicht (wie bei "normalen“ Dienstverhältnissen) ausschließlich vom Dienstnehmer zu tragen war, sondern zu einem (geringen) Teil auch vom Arbeitgeber. Denn: Der Dienstnehmer hatte die KU nur von seinem verringerten Arbeitsentgelt plus dem Lohnausgleich zu entrichten. Die Differenz auf die "volle" Summe wurde dem Dienstgeber angelastet.

Dies hat sich durch das VwGH-Erkenntnis vom 21.12.2005 (Zahl: 2003/08/0015) geändert: Der Dienstnehmer hat jetzt (wie sonst auch) die gesamte KU zu tragen. Die Betragshöhe bleibt also gleich, die Aufteilung ändert sich aber zu Gunsten des Dienstgebers. Dasselbe gilt für den Dienstnehmeranteil am WF.