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Arbeitslosenversicherung für Selbstständige


Veröffentlichung: NÖDIS, Nr. 2/Februar 2009

Um selbstständig Erwerbstätige besser sozial abzusichern, sieht das Arbeitslosenversicherungsgesetz seit 1.1.2009 die Möglichkeit vor, eine freiwillige Arbeitslosenversicherung (AV) abzuschließen.

Personen, die nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz oder nach dem Freiberuflichen Sozialversicherungsgesetz pensionsversichert sind, sowie selbstständige Rechtsanwälte und Ziviltechniker können sich für die freiwillige AV entscheiden. Ausgenommen sind Personen, die das 60. Lebensjahr bzw. das Mindestalter für eine vorzeitige Alterspension erreicht haben, oder denen eine Alterspension bzw. ein Ruhegenuss bereits zuerkannt wurde.

Der Abschluss dieser Selbstversicherung ist jedoch nicht immer sinnvoll. Denn: Unter bestimmten Voraussetzungen können Personen, die vor dem Wechsel in die Selbstständigkeit unselbstständig und arbeitslosenversichert waren, auf die damals erworbenen Anwartschaftszeiten zurückgreifen. Ist dies nicht möglich, bietet die neue Selbstversicherung Schutz im Fall von Arbeitslosigkeit.

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Drei Optionen stehen zur Wahl

Selbstständige können den Monatsbeitrag und somit die Leistungshöhe im Falle der Arbeitslosigkeit selbst mitbestimmen. Der Beitrag beläuft sich heuer monatlich entweder auf € 70,35, € 140,70 oder € 211,05. 

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Umfassende Beratung

Die versicherungs- und beitragsrechtliche Abwicklung (Feststellung der Versicherung, Vorschreibung und Einhebung der Beiträge etc.) erfolgt durch die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA). Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zum Thema "AV für Selbstständige“.