DRUCKEN

Arbeitsmarktservice NÖ


Logo Gütesiegel 2012-2014


Ausgezeichnet mit dem Gütesiegel "Betriebliche  Gesundheitsförderung" des Österreichischen Netzwerkes für BGF.


up

Unternehmen

Das AMS NÖ ist eine von 9 Landesorganisationen des AMS Österreich. Die Landesgeschäftsstelle hat ihren Sitz in Wien, die Regionalorganisationen finden sich in den niederösterreichischen Bezirken, von Amstetten bis Zwettl.

up

Firmenanschrift

AMS NÖ
Hohenstaufengasse 2
1010 Wien
www.ams.at/noe/

up

Projektdaten

Projekttitel: VAMOS
Projektleiterin: Mag.a Ingrid Schmidbauer
Anzahl der Beschäftigten: 848, davon 69 % Frauen
Projektbegleitung seitens NÖGKK: Thomas Samwald
Gesundheitszirkelmoderatoren: Rene Preissl, Hansjörg Taubenschuss
Projektbeginn: November 2009
Projektende: Jänner 2011

up

Projektziele

  • Die WHO-Gütekriterien (Partizipation, Integration, ganzheitliches Gesundheitsverständnis, Transparenz, strukturiertes Vorgehen, Nachhaltigkeit, Evaluation) werden im Sinne von Leitlinien umgesetzt
  • Sensibilisierung für und Thematisierung von Gesundheit im betrieblichen Kontext
  • Aufzeigen von gesundheitsfördernden und –beeinträchtigenden Faktoren mit dem Ziel, adäquate Voraussetzungen zur Stärkung und Verbesserung der MitarbeiterInnen-Gesundheit herzustellen
  • Die Geschäftsfühung steht als Pate für das Projekt zur Verfügung
  • Eine Steuerungsgruppe steuert das Projekt und den Prozess

Diese Projektziele sollen durch folgende Maßnahmen erreicht werden:

  • Alle Führungskräfte sind sensibilisiert und geschult in „gesundem Führen
  • Alle MitarbeiterInnen sind informiert
  • 10 GesundheitszirkelmoderatorInnen sind ausgebildet
  • In 6 Geschäftsstellen finden Gesundheitszirkelprozesse statt
  • Zielgruppenspezifische Maßnahmen werden abgeleitet, in der Steuerungsgruppe beschlossen und durchgeführt (Schwerpunkt verhältnisorientierte Maßnahmen)
  • Die Überführung des Projekts in ein betriebliches Gesundheitsmanagement ist geklärt
up

Projektverlauf

Das AMS NÖ steht für eine gesunde Arbeitswelt für MitarbeiterInnen in allen Lebensphasen.
BGF bezeichnet alle gemeinsamen Maßnahmen von ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz (Luxemburger Deklaration des Netzwerkes zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU, 1997). Dabei wird Gesundheit in einem ganzheitlichen Verständnis als dynamisches Wechselspiel von Gesundheitsressourcen, Belastungsfaktoren und sozialer Umwelt verstanden: Arbeit kann sowohl Gesundheit fördern als auch krank machen.

Es geht in der Gesundheitsförderung daher nicht nur um das individuelle Verhalten der Einzelnen, sondern in größerem Maße um die gesundheitsfördernde Gestaltung der organisatorischen Verhältnisse. Um die individuelle Arbeitsfähigkeit zu erhalten und die Stärken der Beschäftigten zum Vorteil der Organisation nutzen zu können, werden die sich lebenszyklisch ändernden Bedürfnisse und Potenziale der MitarbeiterInnen berücksichtigt,.
Ausgangssituation für VAMOS

Das AMS NÖ steht vor der Herausforderung einer alternden Belegschaft. Wie eine Analyse der Altersstruktur der MitarbeiterInnen zeigt, befinden sich etwa 46 % aller MitarbeiterInnen in der Altersklasse zwischen 40 und 49 Jahren, das bedeutet, in 15 Jahren wird fast die Hälfte der MitarbeiterInnen ein Alter zwischen 55 und 64 erreicht haben.
Auch die Ergebnisse der MitarbeiterInnenbefragung 2009 zeigten, dass – ohne Intervention -
16 % der MitarbeiterInnen in den nächsten 5 Jahren krankheits- oder krisenbedingt ausfallen könnten.

VAMOS-Projektverlauf
Das Projekt wurde am 3. März im Rahmen einer großen Kick off-Veranstaltung in Wien ca. einem Drittel der Beschäftigten vorgestellt.

Nach diesem Start wurden in 6 Geschäftsstellen Gesundheitszirkel durchgeführt (partizipatives Element in der BGF), in denen sowohl ressourcenstärkende als auch gesundheitsheitsbelastende Faktoren in der täglichen Arbeit herausgearbeitet und Lösungsvorschläge zusammengestellt wurden.

Alle Führungskräfte des AMS NÖ wurden zum Thema „gesundheitsbewusst führen“ geschult.
Um in Zukunft die Gesundheitszirkel mit internen ModeratorInnen durchführen zu können, wurden 10 MitarbeiterInnen zu GesundheitszirkelmoderatorInnen ausgebildet.
Begleitet wurde die Projektleiterin durch eine Steuerungsgruppe, in der sowohl relevante AkteurInnen der Organisation als auch die Arbeitsmedizinerin und ein Repräsentant der NÖGKK vertreten waren.
Um einen hohen Informationsstand der gesamten Belegschaft über den Projektverlauf zu fördern, wurde ab April ein monatlicher Newsletter herausgegeben.
Auch die Mitglieder des Betriebsrates des AMS NÖ wurden in das Schulungsangebot einbezogen.

Der Projektzeitraum endete im Jänner 2011. Die externen Evaluierungsergebnisse zeigen, dass alle Projektziele sehr gut erreicht wurden – vor allem ist es gelungen, die Kommunikation über das Thema „gesunde, alternsgerechte Organisation“ bei einer hohen Zahl der Beschäftigten am laufen zu halten und damit auch das Interesse und die Bereitschaft, sich an künftigen Aktivitäten zu beteiligen.