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Erfolgsfaktoren


Damit ein BGF-Projekt erfolgreich durchgeführt werden kann, bedarf es einiger Grundvoraussetzungen:

Führung

BGF ist Führungsaufgabe! BGF ist nur dann erfolgreich, wenn sie als Aufgabe des Managements und der Führungskräfte wahrgenommen wird. BGF erfordert Engagement des Unternehmens wie zum Beispiel die Bereitstellung von zeitlichen und finanziellen Ressourcen. Ohne die Unterstützung und die Vorbildwirkung des Managements kann BGF im Betrieb nicht nachhaltig verankert werden.

Offenheit und Partizipation

Betriebliche Gesundheitsförderung ist nicht frei von Interessenkonflikten. Deshalb ist es richtig, Entscheidungen für alle an diesem Prozess Beteiligten transparent zu machen.
Unter Partizipation ist die aktive Miteinbeziehung aller Mitarbeiter/innen im gesamten BGF-Projekt zu verstehen. Die Mitarbeiter/innen sind Expertinnen und Experten für ihre eigene Gesundheit und werden aus diesem Grund aktiv in die Entwicklung und Erhaltung gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen an ihrem Arbeitsplatz miteinbezogen. Es bedeutet auch, die Eigenverantwortlichkeiten aller Beteiligten zu fördern und die Akzeptanz für gesundheitsfördernde Maßnahmen zu steigern.

Ganzheitliches Gesundheitsverständnis

BGF beinhaltet ein ausgewogenes Verhältnis von verhaltensorientierten und verhältnisorientierten Maßnahmen. Einerseits werden durch die gesundheitsgerechte Gestaltung des Arbeitsumfeldes die betrieblichen Rahmenbedingungen geschaffen (=Verhältnisprävention), andererseits erlernen die Mitarbeiter/innen eine gesündere Lebensweise bzw. ein besseres Gesundheitsverhalten und können dadurch ihre eigene Gesundheit und ihre persönlichen Kompetenzen stärken (=Verhaltensprävention).

Projektmanagament

Projektmamagement bedeutet: Systematische Planung, Steuerung und Durchführung der Maßnahmen und Programme. Bedarfsanalyse, Prioritätensetzung, Planung, Ausführung, kontinuierliche Kontrolle und Erfolgsbewertung der Ergebnisse. BGF wird in der ersten Phase meist in Form von innovativen Projekten umgesetzt. Anschließend soll BGF in den Regelbetrieb des jeweiligen Unternehmens übergehen.

Integration

Betriebliche Gesundheitsförderung wird bei allen wichtigen Entscheidungen in allen Bereichen des Unternehmens berücksichtigt. Auch wenn BGF häufig als Projekt beginnt, so ist das Ziel von BGF nach Projektende in bestehende Strukturen und Prozesse sowie in den Arbeitsalltag eingegliedert zu werden. Die Gesundheitsförderung soll dauerhaft in die Unternehmenskultur einbezogen werden (=Nachhaltigkeit).

Operationalisierbare Ziele

Zu Beginn des Gesundheitsförderungsprojektes müssen von der Steuerungsgruppe die betrieblichen gesundheitspolitischen Ziele und Teilziele konkret festgelegt werden. Insbesondere die Geschäftsleitung einerseits und der Betriebsrat andererseits müssen deutlich machen, hinter welchem gesundheitspolitischen Programm sie stehen.

Zielgruppenorientierung und Stärkung persönlicher Gesundheitskompetenzen

Betriebliche Gesundheitsförderung muss darauf Rücksicht nehmen, dass üblicherweise in einem Unternehmen unterschiedliche Gruppen von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen tätig sind. Die Bedürfnisse von Lehrlingen sind andere als solche von älteren Mitarbeiter/innen. Die Arbeitsbedingungen von Teilzeitbeschäftigten unterscheiden sich von jenen die im Schichtbetrieb arbeiten müssen. Für alle Beschäftigtengruppen gilt aber, dass die persönlichen Gesundheitskompetenzen des Einzelnen gestärkt werden müssen.

Gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung

Die Arbeitsbedingungen im weitesten Sinne müssen in einer Weise gestaltet oder verändert werden, dass sie geeignet sind, die Gesundheit zu erhalten und gesundheitsgerechtes Verhalten zu fördern.

Öffentlichkeitsarbeit

Gesundheitsförderung im Unternehmen muss sowohl innerhalb des Unternehmens als auch überbetrieblich ein Gesprächsthema sein.

Qualitätssicherung und Evaluation

Um sowohl den gesundheitlichen Nutzen für die Mitarbeiter/innen als auch den betrieblichen Nutzen nachweisen zu können, sind die Gesundheitsförderungsmaßnahmen ständig zu analysieren und zu bewerten, und zwar sowohl bezüglich der vereinbarten Ziele als auch hinsichtlich unerwünschter Nebenwirkungen.