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Sozial- und Weiterbildungsfonds-Beitrag

Stand: 1.1.2016


Gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser im Sinne des § 94 Z 72 der Gewerbeordnung 1994 haben einen Beitrag zur Finanzierung des Sozial- und Weiterbildungsfonds für überlassene Arbeitnehmer zu entrichten, wenn sowohl Kollektivverträge für den Betrieb des Überlassers als auch für den Betrieb des Beschäftigers vorliegen.

Der Sozial- und Weiterbildungsfonds-Beitrag (SO) ist vom Überlasser allein zu tragen und beträgt für überlassene Arbeiter

  • ab 1.1.2016 0,80 %

der allgemeinen Beitragsgrundlage bis zur Höchstbeitragsgrundlage, wobei die Geringfügigkeitsgrenze nicht anzuwenden ist.

Dieser Beitrag ist auch von Sonderzahlungen zu leisten.

Kein SO ist zu entrichten:

  • wenn nur für den Betrieb des Überlassers oder nur für den Betrieb des Beschäftigers ein Kollektivvertrag vorliegt;
  • wenn weder für den Betrieb des Überlassers noch nur für den Betrieb des Beschäftigers ein Kollektivvertrag vorliegt;
  • bis 31.12.2016 für überlassene Angestellte.
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Beitragsabrechnung von inländischen Überlassern

Der SO wird am Letzten eines Kalendermonates mit den Sozialversicherungsbeiträgen fällig. Die Meldung und Beitragsabrechnung ist in einer Summe und in Verrechnungsgruppen durchzuführen.

  • N18: Summe der SO für überlassene Arbeiter
  • N28: Summe der SO für überlassene Angestellte (gilt erst ab 1.1.2017)

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Beitragszahlung von inländischen Überlassern

Der SO ist mit den Sozialversicherungsbeiträgen an jenen Krankenversicherungsträger abzuführen, der für die Durchführung der Pflichtversicherung zuständig ist, und von diesem an den Sozial- und Weiterbildungsfonds zu überweisen.

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Beitragsabrechnung und Beitragszahlung von ausländischen Überlassern

Besteht für eine überlassene Arbeitskraft keine Pflichtversicherung in Österreich, haben die ausländischen Überlasser den SO über die Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) abzurechnen. Wenn aber die überlassene Arbeitskraft der Pflichtversicherung in Österreich unterliegt, gelten für die ausländischen Überlasser dieselben Abrechnungs- und Zahlungsbestimmungen wie für inländische Überlasser.